robi_mueller
Robi Müller und Stockwerk 7

Studierende und Dozierende der Hochschule Luzern Design & Kunst

Unter dem Titel „Stockwerk 7“ präsentieren Studierende und Dozierende der Masterklasse Design der Hochschule Luzern, Design und Kunst, Arbeiten, welche spezifisch für den Ausstellungsort, das alte Schlachthaus in Schötz, hergestellt oder angepasst wurden.

Erika Fankhauser Schürch

Titel: FETTER SPECK

Das Projekt *Fetter Speck* erzählt von gespeicherter Energie, welche als Nahrung Wärme und Kraft spendet, der vom Geruch von Vergangenem und Vergessenem. Langsam brennen die Speckseiten aus Wachs, hinterlassen Fettflecken, tropfen und scheinen zerbrechlich im Licht. Eine Hommage ans Leben und eine Metapher für unseren Umgang mit Energie.

2004 schloss Erika Fankhauser Schürch (geboren 1969) die Ausbildung zur Keramikerin an der Schule für Gestaltung Bern:Biel ab. Seitdem betreibt sie ihr eigenes Atelier in Wynigen im Emmental. Zurzeit absolviert sie das Master-Studium im Bereich Design an der Hochschule Luzern.

Neugier, Experimentierfreude, Präzision und eine Prise Humor bestimmen ihre Arbeiten. Eine Schüssel darf auch mal Kopf stehen und kann beidseitig genutzt werden. Eine Vase kann angezündet werden, wodurch der Vergänglichkeit der Dinge etwas nachgeholfen wird. So versteht sich von selbst, dass ab und zu auch nichtkeramische Materialien in ihrem Atelier zum Einsatz kommen.

Bianca Dugaro

Titel: ABDRÜCKE  (Video) N WIE NORDPOL (Toninstallation)

Bianca Dugaro arbeitet mit Fotografien, Videos und Installationen. Sie kreiert imaginäre Welten, wo sich analoge Umgebungen mit digitalen Reproduktionen mischen. Sie benutzt dabei Fotografie, Video und Film als Werkzeuge um das Verhältnis zwischen Objekt und dessen Abbildung immer wieder neu auszuloten. In Schötz zeigt sie die Videoarbeit Abdrücke und eine Toninstallation mit dem Titel N wie Nordpol. Auf eine poetische und spielerische Weise stellt das aus Fotografien zusammengesetzte Video Abbilder und Eigenheiten des Raumes dar. Der Ton ist die Inszenierung übereinander gelegten Spuren einer Performance zu welcher das Henkerspiel als Ausgangslage diente.

Bianca Dugaro wurde 1979 in Interlaken geboren, lebt und arbeitet zur Zeit als Fotografin und Künstlerin in und zwischen Luzern, Basel, Zürich und Biel. Sie ist ausgebildete Fotografin und Künstlerin (Fachklasse für Fotografie in Vevey 2002-2006, Bachelorstudium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel im Bereich Bildende Kunst 2006-2008) und besucht seit 2011 den Masterstudiengang in Kunst und Design in Luzern.

Ihre Arbeiten wurden schon mehrmals ausgezeichnet: Fotopreis des Kantons Bern (Anerkennungspreis 2009), Künstlerstipendium IAAB (2010), Nachwuchsförderpreis des VFG, Vereinigung fotografischer Gestalter (2005/2009),  Kunstpreis des Kunstvereins der Stadt Biel-Bienne (2005) und Teilnahme an der EWZ selection (2011) im Bereich Fine Arts.

Gaëlle Volvic
Ottagen Bertkestatt

Titel: DIALOG (Zwei Video PAL [5 Min] und versch. Materialen)

Das Künstlerpaar, Ottagen Bertkestatt und Gaëlle Volvic, thematisiert in seinen Arbeiten die Auseinandersetzung mit den Kontextbedingten Botschaften verschiedener Lebensformen. Die gemeinsame künstlerische Kollaboration begann, als sie sich 1998 im Studium der bildenden Künste am Green Mountain College ,Texas-City kennenlernten. Seither diverse Ausstellungen im In- und Ausland. Zuletzt waren sie mit einer performativen Installation an den Kunsttagen in Brandtburg vertreten. Im Nordpol zeigen sie ihre neuste videobasierte Arbeit „Dialog“, in der sie in zwei nebeneinander hängenden Bilderrahmen exhibieren.

Gabriel Möhring (geb. 1986 in Basel) studierte Mediale Künste an der ZHdK Zürich. Jonathan Laskar (geb. 1978 in Marseille) studierte Bildende Künste an der Université de Provence Aix-Marseille (Frankreich) und Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar (Deutschland).

Christoph Zellweger

Raum links Titel: FROM THE INCREDIBLES SERIES / BOOBS
Raum rechts Titel: FROM THE INCREDIBLES SERIES / PUBLIC GAZE

Unter dem Blick der medialen Öffentlichkeit und unter Mitwirkung von Wissenschaftlern und Chirurgen wird der menschliche Körper zunehmend zum Thema im Design. Der Körper entwickelt sich zum Luxusgut, zur gestaltbaren Sache die optimiert und aesthetisiert wird. Zellweger’s intensive Recherche führt ihn unter anderem auch in Operationssäle, in denen er als stiller Beobachter sozial- und kulturpolitischen Überlegungen nachgeht die sich oft nur Millimeter tief unter der Haut abspielen. Seine hier gezeigten installativen Artbeiten (Wachs) gewinnen im ehemaligen Schlachthaus noch an zusätzlicher Brisanz.

Christoph Zellweger denkt und arbeitet interdisziplinär. Seine Arbeiten entziehen sich der einfachen Kategorierbarkeit von Design und/oder Kunst. Er stellt seine Arbeiten international aus, veröffentlicht regelmässig auch in Form von Publikationen und Fachvorträgen. Neben seiner Tätigkeit an der HSLU als Dozent, MA in Product Design & Management, hält er eine Professur für Kunst & Design an der Sheffield Hallam University in England und ist regelmässig auch an Kunsthochschulen in Irland, Holland, Belgien, Schweden, Portugal und in den USA tätig. Eine Monigraphie unter dem Titel Foreign Bodies – Christoph Zellweger erschien 2007 bei Actar Publishers. Sein Atelier befindet sich in Zürich-Altstetten.

Rahel Tschofen

Titel: DAS HEMD

Im Team von „Stockwerk sieben“ mischt aus dem Norden der Schweiz auch die Masterstudentin Rahel Tschofen mit. Der Weg in die Zentralschweiz führte die gelernte Haut-Couture Schneiderin und Textiltechnologin Design nach Luzern an die Hochschule für Design & Kunst. Ihr Herzblut liegt in der Schnittmusterentwicklung und in der Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper und dessen Volumen. Im ausrangiertem Schlachthaus Schötz präsentiert sich die Installation „Das Hemd“ in atemberaubender Höhe.

Robert Müller

Titel: Installation 1: EX VOTO Titel: Installation 2: LIED

Robert Müller hat vor Ort im Schlachthaus zwei bestehende Situationen leicht verändert und so ausgehend von der früheren Nutzung mit der Zugabe von ikonografischen Elementen und Tonfragmenten an „sakrale“ Orte erinnernde Situationen geschaffen.

EX VOTO: Die im Flur stehenden Umkleidekästen der Metzger sind noch einmal gefüllt mit Arbeitsutensilien. Stiefel stehen da, Messer und andere Arbeitsgeräte sind zu sehen, aber auch persönliche Gegenstände wie Fotos, Tablettenschachteln, ein Brief usw. Stimmen sind zu vernehmen, ein Gebet wird gesprochen.

LIED: Das kleine Fenster der Türe zur Rauchkammer wird durch Bewegtbilder auf einem Display zu einem Fenster in eine andere Welt.

Nach der Ausbildung zum Bildhauer hat Robert Müller an der Ecole supérieure d’art visuel in Genf Skulptur und Animationsfilm studiert. Er lebt und arbeitet seit 1986 in Buttisholz. Seit 2001 ist er in einem Teilpensum an der Hochschule Luzern als Dozent tätig. In den letzten Jahren sind verschiedene Kunstprojekte entstanden. Weiter war er massgeblich an mehreren Animations- und Dokumentarfilmen beteiligt. Aktuell läuft der Film DIE WIESENBERER in den Deutschschweizer Kinos, wo er u.a. für die Produktion verantwortlich zeichnet.

 

News
26.04.2012
Der Countdown läuft

Nur noch wenige Stunden bis zum Start der NORDPOL – Tage. Letzte Installationen werden aufgebaut, Kühlschränke aufgefüllt, Beleuchtungen angepasst. Und dann geht`s endlich los! Wir sind bereit, seid ihr es auch?

18.04.2012
Gäste bei Persönlich sind bekannt

Am Sonntag 29. April überträgt DRS1 live aus dem Schlachthof die Sendung Persönlich. Zu Gast sind die Journalistin Zita Affentranger und der Eigenbrötler Daniel Amrein. Nach der Sendung stehen die Räume ein letztes Mal zur Besichtigung offen.

31.03.2012
Schwarzmaler besetzten Schlachthaus

Zwölf Stunden füllte monotoner Bass-Sound den Schlachtraum, Spraydosen zischten, derNordpolkonzertraum nahm Gestalt an. Graffitikunst vom Feinsten.  Ein kleiner Ausschnitt gönnen wir euch – den Rundumanblick gibt es nur vor Ort.
http://www.brunozero.ch
/schwarzmaler/

19.03.2012
Wo klebt der Kleber?

Er ist gelb und sorgt ab und zu für rote Köpfe: Der Aufkleber, der auf «nordpol12.ch» aufmerksam macht.  Wer hat einen Kleber an einen besonderen Ort geklebt? Schickt uns die Bilder an sticker@nordpol12.ch.

18.03.2012
VIG- statt VIP-Pass

Die kulturelle Schlachtplatte lässt sich mit einem VIG-Pass besonders geniessen. Die drei Buchstabeb VIG stehen für «Very Important Gönner». Mit 100 Franken bist du ein VIG – Träff schenkt dir freien Eintritt und viel Sympathie.