vom Donnerstag, 26. April, bis Sonntag, 29. April 2012, im Schötzer Schlachthaus
Mitten im Herzen von Schötz liegt er: der Schlachthof von Familie Furrer. 46 Jahre lang herrschte in diesem Gebäude emsiges Treiben. 2001 schloss der Betrieb seine Türen. Neue Hygienevorschriften liessen den letzten Metzger die Schlachtbank räumen. Zu hoch wären die Investitionen gewesen. Und: Geruch und Lärm waren im Zentrum nicht erwünscht. Wie die Bauern mit ihrem Vieh, sollte auch die Metzg hinaus in die Peripherie des Dorfes ziehen.
Anlässlich des Projekts Literat(o)ur im Schötzer Dorfkern stellte Familie Furrer dem Kulturverein Träff Schötz erstmals die Metzg zur Verfügung. Der zweifache Egon-Kisch-Preisträger Erwin Koch machte den Schlachthof zum Leseort. Die Kulturveranstalter hatten auf der Literat(o)ur Blut geleckt.
Kulturelle Schlachtplatte
Träff darf im Frühling 2012 erneut auf die Gastfreundschaft von Familie Furrer zählen und kann grosse Teile der Schlachthausräumlichkeiten nutzen – als Freiraum für das Projekt «Nordpol». Alle Assoziationen mit dem Luzerner Kulturhaus «Südpol» sind rein zufällig. Kunstschaffende gestalten die leeren Räume um. Hier serviert Träff Schötz während vier Tagen, vom Donnerstag, 26., bis Sonntag, 29. April 2012, eine kulturelle Schlachtplatte mit Kunst am Bau, Animationsfilm/Video, Jazz/Electro, Rock/Pop, Literatur und der Radio-Sendung «Persönlich», die Schweizer Radio DRS 1 am Sonntag live überträgt.
Die Idee «Nordpol» ist lanciert. Jetzt will sie Träff Schötz ausschlachten. Dank einem 15’000-Franken-Werkbeitrag von Stadt und Kanton Luzern geht das 25-köpfige Team mit noch mehr Power ans Werk.
Weitere Infos: www.nordpol12.ch, www.werkbeitraege.ch